Wir bauen für Sie um ! - Innenstadt Umgestaltung Schrobenhausen

Bereits frühe Darstellungen des Stadtgrundrisses zeigen wesentliche Merkmale, die sich auch heute noch im Stadtraum ablesen lassen. Durch diese Merkmale ist der Altstadtraum Schrobenhausen unverwechselbar und besitzt einen hohen Identifikationswert.

Das Besondere ist vor allem der geschlossene Stadtraum, die von Norden nach Süden verlaufende Lenbachstraße mit den leicht geschwungenen Fassadenabwicklungen, der seitlich angelagerte Lenbachplatz mit den abzweigenden netzartigen Gassen und der Altstadt-umgebende Ring mit seinen beeindruckenden Grünstrukturen.

 

Es wurde ein gestalterisches Konzept ermittelt, das die beschriebenen wertvollen städtebaulichen Merkmale von Schrobenhausen herausarbeitet.

 – Bürgerbeteiligungsprozess (2014-2016)

 

Folgende Kriterien werden in diesem Konzept umgesetzt:

  • mittige Fahrbahn mit seitlich angelagerten Mehrzweckflächen* und Gehwegen
  • Begegnungsverkehr auf der gesamten Länge der Lenbachstraße
  • Stärkung des Lenbachplatzes in seiner Aufenthaltsqualität durch die Reduzierung des Fahrverkehrs und Konzeption einer Mischverkehrsfläche (= Fußgänger hat Vorrang vor Fahrverkehr)
  • Barrierefreiheit in Bezug auf die Wahl der Oberflächen und deren Gliederungselemente sowie Querungsmöglichkeiten der Lenbachstraße.

 

* Die flexibel nutzbaren Mehrzweckflächen sollen den zahlreichen gastronomischen Betrieben und Ladengeschäften die Möglichkeit bieten, bei guter Witterung Außenflächen nutzen zu können. Bei schlechter Witterung können die Flächen als Stellplätze genutzt werden.

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Mit der zukunftsweisenden Neugestaltung möchte Schrobenhausen die Altstadt von Schrobenhausen attraktiver für alle Bürger|innen und Besucher gestalten.

Nach und nach wird die Innenstadt in ein attraktives und lebendiges Zentrum verwandelt. Dabei wird es starke Verbesserungen für Fußgänger, Anlieger, Gewerbetreibende, älteren
 Menschen und Menschen mit Handicap geben.

Gemäß dem Programm „Bayern Barrierefrei 2o23“ soll in den nächsten Jahren im gesamten öffentlichen Raum und im gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einiges in Sachen Barrierefreiheit umgesetzt werden. Dieses Ziel verfolgt auch Schrobenhausen und setzt deshalb auf eine weitestgehend barrierefreie Neugestaltung. Das Konzept berücksichtigt die neuesten Standards der Barrierefreiheit. Schrobenhausen investiert durch die Schaffung von Barrierefreiheit in die Zukunft der Stadt. Menschen mit Handicap sollen eigenständig leben können. Versorgungsangebote und Dienstleistungen sollen gut erreichbar und jederzeit nutzbar sein. Beeinträchtigungen sollen dauerhaft beseitigt werden und somit eine Teilhabe am öffentlichen Leben garantieren.

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Die Stadt Schrobenhausen ist Mitglied im Klimabündnis der Städte und ließ im Jahr 2011 ein integriertes Klimaschutzkonzept (IKSK) erstellen. Ziel dieses IKSK ist es den CO2 -Ausstoß und Energieverbrauch deutlich zu senken, dabei die Energie effizient einzusetzen sowie erneuerbare Energien weiter zu stärken.  

Privathaushalte, die in Schrobenhausen laut IKSK für 24% des Endenergieverbrauchs (die an den Endverbraucher gelieferte Energie) stehen, wenden in Deutschland etwa die Hälfte der Energie für die Wärmeversorgung der Gebäude auf. Hinzu kommen in der Altstadt Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD) und Mischnutzungen, die vergleichbare Bedarfe an Raumwärme haben. Die Wärme ist damit ein wichtiges Handlungsfeld zur CO2 -Einsparung.

Fernwärme ist ein vielversprechender Ansatz, im Handlungsfeld „Nachhaltige Wärmeversorgung“ substanzielle Fortschritte für den Klimaschutz zu erzielen. Wird eine Vielzahl kleiner, häufig sehr alter Wärmeerzeuger ersetzt und die Einspeisung der Wärmeenergie erfolgt aus erneuerbaren, hocheffizienten Anlagen und/oder aus Abwärme anstelle von fossilen Brennstoffen, dann kann ein großer Beitrag zur CO2 -Vermeidung geleistet werden.

Bei der Fernwärme wird an einem (oder auch mehreren) zentralen Orten, sog. Heizwerken, Wärme erzeugt und in das Rohrleitungsnetz eingespeist; alternativ kann aus vorhandenen Anlagen Abwärme „eingefangen“ und in das Netz eingespeist werden. An das Wärmenetz sind die unterschiedlichen Nutzer angeschlossen und entnehmen nach Bedarf die Wärme aus dem Netz (siehe Skizze).

In Schrobenhausens historischer Altstadt – umgeben von Stadtwall, Stadtmauer und Wachtürmen – können u.a. aufgrund des Denkmalschutzes gängige Sanierungsmaßnehmen zur Wärmeeinsparung nicht ohne weiteres umgesetzt werden (Wärmedämmung, Fenster). Die große Mehrzahl der Gebäude in der Altstadt kann also keine Niedrigenergie- oder gar Passivqualität erreichen, weshalb der Wärmebedarf annährend kontinuierlich bleiben wird. Daher ist es sinnvoll, die Aufmerksamkeit auf die Erzeugerseite zu richten.

Durch die Innenstadt Umgestaltung ergibt sich die einmalige Gelegenheit, zeitgleich zu den Baumaßnahmen ein Wärmenetz in der historischen Altstadt zu bauen und Wiederherstellungskosten gegenüber zwei getrennten Baumaßnahmen zu sparen.

Unweit der Altstadt befindet sich eine Papierfabrik. In dieser fällt eine große Menge an Abwärme an, welche vom Temperaturniveau für Fertigungsprozesse nicht mehr verwendbar ist, aber für Heizzwecke meistens ausreicht. Die Nutzung der Abwärme für Heizzwecke bietet sich an.

Ziel ist, diese Abwärme künftig in das das Wärmenetz der Innenstadt einzuspeisen und damit den Großteil des Wärmebedarfs zu decken.

(Text: SoL Energie / Skizze: Rheinenergie)

 

Weitere Informationen zur Fernwärme finden Sie auch auf: www.schrobenhausen.de/fernwaerme

Die anstehende Neugestaltung ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen realisiert werden kann. Die Innenstadt ist daher in verschiedene Bauabschnitte aufgeteilt und die Planungen werden in den nächsten Jahren umgesetzt.

Insgesamt gibt es vier Bauabschnitte die wiederrum in weitere Teilabschnitte geteilt sind.

- Aktuelle Infos

Bauherr:

Stadt Schrobenhausen

Vertreten durch Herrn 1. Bgm. Dr. Karlheinz Stephan

Lenbachplatz 18, 86529 Schrobenhausen

08252 900  /  www.schrobenhausen.de

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Architekten und Stadtplaner:  

S H L Architekten und Stadtplaner

Christian-Seltmann-Straße 2, 92637 Weiden

0961 6346860  /  www.shl-architekten.com

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Bauleitung und Technische Planung:

U.T.E. Ingenieur GmbH

Dr.-Leo-Ritter-Straße 7, 93049 Regensburg

0941 46448740  /  www.utegmbh.de

SiGe-Koordination:

WipflerPLAN Planungsgesellschaft mbH

Hohenwarter Straße 124, 85276 Pfaffenhofen an der Ilm

08441 50460  /  www.wipflerplan.de

Bauherr Fernwärme:

Stadtwerke Schrobenhausen KU

Carl-Poellath-Str. 19, 86529 Schrobenhausen

08252 89410  /  www.stadtwerke-sob.de

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Bauleitung und Technische Planung Fernwärme:

dme consult GmbH

Kufsteiner Straße 103, 83026 Rosenheim

08031 58192931  /  www.dme-consult.de

Verkehrswegebauarbeiten: 

Seizmeier GmbH

Holzäckerstraße 2, 85298 Mitterscheyern

08441 785589  /  www.snh-gmbh.de

Archäologie:

ADA Archäologie, Dr. Markus Arnolds

Bachgasse 1, 91781 Weißenburg i. Bay.

09141 9971305  /  www.ada-archaeologie.de

Beweissicherung:

SEGA, Herr Eiermann

Leuzendorf 17, 97496 Burgpreppach

09534 1700091  /  www.snh-gmbh.de

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